Was sind Dutch Mortgages?

Niederländische Hypotheken für Wohngebäude umfassen derzeit ein Volumen von rund 650 Milliarden Euro. Bis 2025 soll diese Summe auf 875 Milliarden Euro ansteigen[1]. Angesichts dieses Volumens dürften die Finanzierungsmöglichkeiten über den traditionellen Bankensektor bei weitem ausgeschöpft sein.

Warum sind Dutch Mortgages als Anlageklasse interessant?

Das Anlagensegment von Dutch Mortgages zeichnet sich momentan durch vielversprechende Renditechancen, geringe Ausfallraten und lange Laufzeiten aus. Nicht zuletzt deshalb gewinnt es zunehmend an Attraktivität für institutionelle Investoren, zumal die wachsende Nachfrage dank einer starken Dynamik in der Kreditvergabe weiterhin bedient werden kann.

Ein weiteres Charakteristikum der Assetklasse sind positive Regulierungsvorgaben zur Unterlegung mit Eigenkapital. Weil der rechtliche Rahmen für verschiedene Investorengruppen anders gestaltet ist, können die Bestimmungen zwar abweichen. In den meisten Fällen fallen die Richtlinien jedoch zugunsten von niederländischen Hypothekendarlehen aus.

Die dauerhaft niedrigen Zinsen sowie kreditgeberfreundliche rechtliche Bestimmungen verleihen der Anlageklasse Rückenwind. Zudem überzeugt der Track Record des niederländischen Hypothekendarlehen-Marktes, denn die Cashflows zeigen sich seit mehr als 20 Jahren stabil[2]. Ein weiterer Vorteil besteht in der Diversifikation des Kreditportfolios: Das zugrundeliegende Risiko ist an individuelle Vermögenswerte geknüpft und nicht an Unternehmens- oder Staatsanleihen – in die ein Großteil der Fixed-Income-Portfolios investiert sind.

Die Zuverlässigkeit der Niederländer bei Zahlungsrückständen wirkt sich positiv auf mögliche Risiken aus. Beispielsweise ist die Verlustquote im Falle von Zahlungsausfällen und Veräußerungen in den vergangenen zehn Jahren nie über 0,15 Prozent gestiegen[3]. Zudem profitieren Kreditgeber in den Niederlanden von einem Vorfälligkeitsschutz: Wird eine Immobilie über einen neuen Geldgeber refinanziert, decken die fälligen Zahlungen den gegenwärtigen Wert des Zinsausfalls ab.

Welchen Ansatz verfolgt das Team?

 

AXA Investment Managers eröffnet institutionellen Investoren die Möglichkeit, auch in Segmente des nicht traditionellen Kreditspektrums zu investieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Auswahl geeigneter Assets sowie der Zusammenstellung eines maßgeschneiderten, gut diversifizierten Portfolios, das den Risiko- und Renditeanforderungen unserer Kunden entspricht. Ein wichtiges Kriterium für den Anlageerfolg ist zudem unser stabiles und erfahrenes Team, das über eine hohe Expertise in den jeweiligen Anlageklassen sowie einen tiefen Einblick in die Anforderungen institutioneller Investoren verfügt.

 

Wie hoch ist der Anrechnungsbetrag im Rahmen von Solvency II?

 

 

 

Im Rahmen des Basismoduls der Eigenkapitalanforderungen (Solvency Capital Requirement, SCR) werden Hypothekendarlehen als Typ 2 mit Blick auf die Kapitalanforderung für das Ausfallrisiko eingestuft. Dem Spread-Risiko unterliegen sie nicht. Ausgehend von der Tatsache, dass die Risiken über verschiedene Module verteilt sind, enthalten diese Assets Korrelationsfaktoren, die die Eigenkapitalanforderungen weiter senken.

 

Legt man für ein Portfolio konservative Annahmen zugrunde, ein 65%iger Anteil an Tilgungsdarlehen, ein 35%iger Anteil an Darlehen, bei denen ausschließlich Zinsen bezahlt werden, und unterstellt man keine Vorfälligkeitszahlungen und stabile Immobilienpreise, so liegt die durchschnittliche Eigenkapitalanforderung bei 2,1% über 30 Jahre. Durch die lebenslange Tilgung eines Hypothekendarlehens beginnt die SCR höher – typischerweise bei 5% – und sinkt nach 21 Jahren auf Null.

 

Die Eigenkapitalanforderungen für das Portfolio sinken im Zeitablauf unter Berücksichtigung der Tilgungskomponente

[1] Quellen: Kames Capital und De Nederlandsche Bank, November 2016
[2] Quelle: Moody’s Residential Mortgages Backed Securities, IPD UK Long Lease
[3] Quelle: Fitch Netherlands Mortgage Market Index Q4/2016